Zum Inhalt

Medikamentenmissbrauch und Doping

Leseverstehen · 90 Minuten · 25 Punkte · Doping und Medikamentenmissbrauch · Aufgaben

Lesetext

Text auswählen, um Farben und Radierer zu öffnen.

A. · ab Zeile 1

Der Begriff „Doping“ bezieht sich in erster Linie auf den Leistungssport, ________* gibt es Doping nicht nur im Sport. Zum Teil sind die Dopingmittel als Medikamente für die therapeutische Anwendung bei bestimmten Krankheiten zugelassen. Für gesunde Menschen dagegen sind sie nicht gedacht. Trotzdem beziehen die Konsumenten die Präparate zum Teil über einen Arzt, zum anderen Teil über den Schwarzmarkt. So oder so riskieren die Nutzer gefährliche Nebenwirkungen.

B. · ab Zeile 8

Als Dopingmittel kommen auch Präparate zum Einsatz, die vermeintlich die geistige Leistungsfähigkeit steigern. Diese Form wird häufig als Hirndoping bezeichnet. Hirndoping oder Neuro-Enhancement (englisch enhancement = Steigerung) bedeutet, dass Menschen rezeptpflichtige Medikamente ohne medizinischen Grund einnehmen, um etwa den Belastungen am Arbeitsplatz und im Alltag gewachsen zu sein. Beim Hirndoping spielen auch stimmungsaufhellende Mittel eine Rolle. Eine Untersuchung der DAK (2015) ergab, dass drei Millionen Deutsche schon einmal Medikamente ohne therapeutisch notwendigen Gebrauch eingenommen haben, um am Arbeitsplatz besonders leistungsfähig zu sein oder gut gelaunt und fit zu wirken.

C. · ab Zeile 17

Der Begriff „Doping“ im Wettkampfsport bezeichnet Substanzen und Methoden, die die körperliche Leistungsfähigkeit steigern können. Doping und Medikamentenmissbrauch kommen heutzutage leider in allen Sportarten und Leistungsniveaus vor. Es gibt keine Sportart, in der es nicht möglich wäre, mit Medikamenten, Drogen oder verbotenen Dopingmitteln seine sportlichen Leistungen zu verbessern. Es handelt sich aber nicht immer um leistungssteigernde Substanzen im engeren Sinne: Sportler nehmen zum Beispiel auch Medikamente, um ihren Muskelaufbau zu fördern.

D. · ab Zeile 25

Alle Dopingmittel werden in der Dopingliste genannt, die von der Welt-Anti-Doping Agentur jährlich aktualisiert wird. Zurzeit stehen rund 200 Substanzen auf der Verbotsliste der WADA. Von 140.000 bis 150.000 jährlich durch die WADA untersuchten Proben sind unter 1% positiv. Eine anonyme Befragung von 448 deutschen Spitzenathleten jedoch ergab, dass 26 mindestens einmal selber gedopt hatten. In Deutschland setzt sich die Nationale Doping-Agentur (NADA) für einen sauberen Sport ein. Der NADA-Code ist rechtsverbindlich für alle Verbände, die eine vertragliche Vereinbarung mit der NADA abgeschlossen haben.

E. · ab Zeile 33

Aber auch im Freizeitsport werden Medikamente zur Leistungssteigerung benutzt. Da hier Überprüfung und entsprechende Sanktionen entfallen, stehen die gesundheitlichen Folgeschäden des Arzneimittelmissbrauchs im Vordergrund. Untersuchungen zeigten, dass 22 % der Männer und 8 % der Frauen, die in Fitnessstudios trainieren, Arzneimittel missbrauchen. Die Tatsache ist aber: Die meisten Menschen wissen, dass der missbräuchliche Einsatz von Medikamenten sehr gefährlich für die Gesundheit ist.

Anmeldung wird geprüft …